Warum haben Anime-Charaktere eigentlich so große Augen?

Warum haben Anime-Charaktere eigentlich so große Augen?
© AniMoon

Es ist an der Zeit, eines der größten Anime-Klischees aller Zeiten zu erklären. Warum haben beinahe alle Anime-Charaktere so unrealistisch große Augen?

Wer zum ersten Mal einen Anime sieht, wird sich unweigerlich einige Fragen stellen. Im Gegensatz zu den meisten realen Filmen und Serien sind die japanischen Animationsgeschichten nicht an die Gesetze der echten Welt gebunden. Das kann zum einen ein breiteres Spektrum an Möglichkeiten bieten, auf der anderen Seite aber auch verwirrend sein. Seit jeher stellen sich unerfahrene Zuschauer vor allem eine Frage: Warum haben Anime-Charaktere so riesige Augen?

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Astro Boy trat einen Trend los

Natürlich erfüllt nicht jeder Anime-Charakter das Klischee. Es gibt Serien in denen nicht eine einzige Figur mit großen Augen dreinblickt und es gibt Serien, die fast dem Chibi-Stil Konkurrenz machen. Allgemein kann man jedoch festhalten, dass die Augen der meisten Charaktere, vor allem früherer Werke, überproportional groß sind.

Um zu verstehen, warum das so ist, müssen wir auf die Anfänge der japanischen Animations-Geschichte zurückblicken. Die meisten Menschen betrachten Osamu Tezuka, den Schöpfer von Astro Boy, als den Pionier des Anime. Tezuma wurde in den 50er Jahren von den Werken Walt Disneys inspiriert, woraufhin er dessen Stil adaptierte und an seine eigenen Vorstellungen anpasste.

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Warum haben Anime-Charaktere eigentlich so große Augen?

Viele andere Anime-Regisseure und Manga-Zeichner taten es dem sogenannten „Gott des Manga“ gleich und implementierten den simplen Look der großen Augen, kleinen Nasen und einfachen Formen in ihre eigenen Werke. Der Durchbruch geschah jedoch erst viele Jahre später, als Titel wie Dragon Ball und Sailor Moon die Welt im Sturm eroberten. Jetzt schien es auf einmal, als dürfe kein Charakter mehr auf dem Bildschirm erscheinen, wenn seine Augen nicht mindestens so groß wie zwei Tennisbälle sind.

Anime: Augen als Fenster zur Seele

Der Grund, warum sich die riesigen Augen bis heute durchgesetzt haben, liegt wohl in ihrer Ausdruckskraft. Große Augen machen es den Animatoren leichter, Emotionen an den Zuschauer zu vermitteln. Das Sprichwort: „Die Augen sind das Fenster zu Seele“ erklärt alles, was man wissen muss. Durch sie können wir nicht nur Trauer, sondern auch Freude, Wut und Enttäuschung ausdrücken.

Den japanischen Animatoren kommt diese Tatsache bis heute gelegen. Wenn der Zuschauer jede Emotion sowieso durch die Augen des Charakters versteht, ist es nicht mehr so wichtig, den restlichen Körper einwandfrei zu animieren. Das erspart den Animatoren nicht nur Arbeit, sondern vor allem Zeit und Geld.

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