Pokémon erst ab 18 erlaubt? PEGI-System zieht harte Grenze

Pokémon erst ab 18 erlaubt? PEGI-System zieht harte Grenze
© The Pokémon Company

Stellen Spiele wie Pokémon Rot & Blau oder Super Mario 64 eine Gefahr für Kinder dar? Wenn es nach den neuen Regeln der PEGI geht, dann ist die Antwort eindeutig.

Unabhängig eures Alters besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass ihr mit Pokémon und Super Mario aufgewachsen seid. Immerhin befinden sich die Spielefranchises schon lange auf dem Markt und begeistern auch heute noch unzählige Kinder und Erwachsene. Allgemein gelten sie als harmlos, die PEGI, welche für die Alterskennzeichnung von Videospielen in Europa verantwortlich ist, sieht das nun jedoch anders.

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PEGI will Spiele mit Gambling-Mechaniken erst ab 18 Jahren erlauben

Eine neue Regel der PEGI (Pan European Game Information) sorgt derzeit für Aufruhr im Netz. Wie das „Video Standards Council“ (via Nintendolife) erklärt, werden Videospiele mit Spielmechaniken, die an Glücksspiel erinnern, jetzt konsequent auf 18 Jahre eingestuft. Das Problem: Hiervon betroffen sind auch vermeintlich kinderfreundliche Titel.

So enthält beispielsweise der Rollenspielklassiker Pokémon Rot & Blau eine Game Corner, in der mit fiktiver Währung an Glücksspielautomaten gedreht werden kann, um seltene Pokémon zu bekommen. Selbiges trifft auf Super Mario 64 DS zu, wo Blackjack als Minispiel verfügbar ist. Wichtig ist dabei nicht einmal, ob man echtes Geld investieren kann. Schon wenn Gambling-Mechaniken oder Kartenspiele erklärt oder glorifiziert werden, greift das neue System.

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Vorerst können Videospielliebhaber aufatmen, denn rückwirkend gelten die PEGI-Regelungen nicht. Bei Neuauflagen sollten Entwickler und Herausgeber jedoch vorsichtig sein, um eine hohe Klassifizierung zu vermeiden. Sonst könnte es tatsächlich sein, dass Titel der Pokémon- oder Super Mario-Reihe nicht mehr an Kinder verkauft werden dürfen – und das wäre nicht nur albern, sondern auch ziemlich schade.

Deutsche Spieler haben Glück

In Deutschland ist Glücksspiel im Rahmen der Alterseinstufung von Spielen ebenfalls ein großes Thema. Allerdings verantwortet sich hierfür die bundeseigene USK, die das Ganze glücklicherweise etwas lockerer sieht.

Anders als die PEGI hat die USK nämlich keine einheitliche Klassifizierung für Spiele mit Gambling-Elementen festgelegt. Stattdessen soll jeder Titel individuell bewertet werden. Ob sich dieser Ansatz ändern könnte, bleibt angesichts des wachsenden Drucks seitens Jugendschützern abzuwarten.

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Seit 2018 schreibe ich als Redakteur bei shonakid.de. Bei Fragen und Anregungen kontaktiert mich auf Twitter via @the_tobson

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