Netflix, Shueisha & Co. schließen globale Koalition gegen Anime-Piraterie

Netflix, Shueisha & Co. schließen globale Koalition gegen Anime-Piraterie
© Satelight

Piraterie schadet der Anime- und Manga-Industrie enorm. Deshalb haben sich nun fast 500 Unternehmen aus unterschiedlichen Ländern zusammengeschlossen, um das Problem gemeinsam zu bekämpfen.

Insbesondere im Bereich Anime und Manga sind Raubkopien ein großes Problem. Das haben nicht nur japanische Unternehmen begriffen, weshalb im April dieses Jahres eine globale Anti-Piraterie-Koalition an den Start gehen soll, die mehrere Mitglieder aus aller Welt umfasst. Die Leitung übernimmt die in Japan ansässige Content Overseas Distribution Association, kurz: CODA.

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Zu den Mitgliedern gehören sowohl der Streaming-Anbieter Netflix, als auch die japanische Verlage Shueisha und Kodansha wie viele weitere Unternehmen. Allein 450 der insgesamt 488 Firmen stammen aus China. Es wird außerdem erwartet, dass auch Organisationen aus Südkorea, Vietnam und anderen Ländern der südostasiatischen Region beitreten werden.

Piraterie-Markt ist größer als Manga-Industrie

Wie CODA-Direktor Masaharu Ina gegenüber TorrentFreak erklärt, sei Ziel der Sache, die lokalen Behörden bei ihren Ermittlungen zu unterstützen. Inwiefern sich diese Hilfe äußert, ist unklar, fest steht aber, dass den Rechteinhabern viel daran liegt. Nicht zuletzt natürlich, weil sie dadurch hohe Einnahmenverluste zurückgewinnen möchten.

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Laut einem Bericht von Nikkei Asia kostete illegale Piraterie allein die Manga-Industrie in Japan zwischen Januar und Oktober letzten Jahres rund 800 Milliarden Yen (6,1 Milliarden Euro). Das ist mehr als der gesamte Markt für autorisierte Veröffentlichungen, der auf etwa 600 Milliarden Yen (4,6 Milliarden Euro) pro Jahr geschätzt wird. Auf dem amerikanischen Markt ist der Schaden mit über eine Billion Yen im Jahr noch größer.

In Japan hat man 2020 begonnen, die Urheberrechte drastisch zu verschärfen. So wurden im Rahmen dieser Aktion auch einige Websites wie KissAnime und KissManga abgeschaltet, die englische Übersetzungen kostenlos anboten. Der Betreiber von Mangamura, einem japanischen Manga-Portal, konnte sogar zu drei Jahren Gefängnis verurteilt werden.

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