Zwischen Otaku-Liebe und einem Bananenfisch: 3 Anime-Perlen auf Amazon Prime Video

Zwischen Otaku-Liebe und einem Bananenfisch: 3 Anime-Perlen auf Amazon Prime Video
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Amazon Prime hat neben Anime-Hits wie Dororo und Vinland Saga auch eher unbekannte Perlen im Programm. Wir stellen euch drei Anime vor, in die sich ein Blick lohnt.

Es gibt die Fanlieblinge und es gibt die kleinen Independent-Produktionen: Im Vergleich zur Filmbranche ergeht es vielen eher unbekannten Anime genau so wie ihren größeren Mitstreitern. Sie werden übersehen und schnell vergessen. Dabei lohnt sich hier ein genauer Blick umso mehr. Auch kleine Anime-Produktionen bieten Animation auf einem hohen Niveau, eine mitreißende Geschichte und vor allem sehr viel Liebe zum Detail. Wir haben uns drei Perlen auf Amazon Prime Video genauer angesehen.

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Wotakoi: Keine Cheats für die Liebe

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Neuer Job, neues Glück: Für Büroangestellte Narumi soll es in der Arbeit endlich rund laufen. Das macht sie vor allem davon abhängig, dass (noch) niemand sie dort kennt. Denn ihre Hobbies möchte Narumi um jeden Preis geheim halten: Sie ist Yaoi-Fangirl und leidenschaftliche Gamerin. Eine Kombination, die es ihr unter den Normalos bisher nicht einfach gemacht hat. Auch ihre Beziehungen hielten aufgrund der privaten Zeitgestaltung nicht lange. Das Verständnis fehlte und sie wurde gemieden. Narumis Plan also für den neuen Job: Den Normalo spielen. Doch ausgerechnet ihr neuer Kollege ist Kindheitsfreund Hirotaka, selbst Hardcore-Gamer. Eigentlich der perfekte Kandidat für eine Nerd-Beziehung, oder?

Wotakoi: Keine Cheats für die Liebe ist quietschig rosa verpackte Nerd-Romantik mit sehr viel Humor. Die Folgen sollten vor allem das weibliche Herz höher schlagen lassen. Ja, man erkennt sich wieder. Nein, es ist oft nicht leicht ein weiblicher Otaku zu sein. Der Anime umfasst 12 Folgen*, die ihr als Original mit Untertiteln auf Prime ansehen könnt. Der Manga läuft bereits seit 2014 in Japan mit recht großem Erfolg. Die deutsche Fassung* erschien bei Altraverse.

The Great Passage

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Das Leben von Linguist Mitsuya Majime besteht aus Büchern. Darin immer: sehr, sehr viele Wörter. Jedes Schriftzeichen fasziniert ihn, er sinniert über Synonyme, andere Schreibmöglichkeiten und Bedeutungen. In der japanischen Sprache eine durchaus zeitintensive Beschäftigung. So kommt es, dass der erfolglose Vertreter von einem Chefredakteur einer Wörterbuchabteilung entdeckt wird. Majime soll mithelfen, das sich gerade in der Arbeit befindliche Wörterbuch „Daitokai“ – The Great Passage zu erstellen. Der Titel The Great Passage versinnbildlicht dabei die Überfahrt des Menschen über ein Meer an Wörtern an das andere, sichere Ufer. Eine Arbeit, die Majime schlussendlich über ein Jahrzehnt beschäftigen wird.

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Obwohl The Great Passage eher zu den unbekannteren Anime zählt, ist hier mit viel Fleiß und Liebe zum Detail gearbeitet worden. Die Animation ist hervorragend, die Geschichte mitreißend – auch wenn es sich um etwas so angestaubtes wie ein Wörterbuch handelt. The Great Passage zeigt, wie schön Sprache und deren Wörter sein können. Der Zuschauer erfährt wissenswertes über japanische Schriftzeichen und begleitet Majime ein Jahrzehnt lang beruflich als auch privat durchs Leben. The Great Passage umfasst elf Folgen, zu sehen als Original mit Untertiteln*.

Banana Fish

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Während des Vietnamkriegs sterben auf mysteriöse Weise stationierte US-Amerikaner. Ein weiterer Soldat erschießt mehrere Kollegen in einem Amoklauf. Kurz bevor er zusammenbricht, murmelt er die Worte „Banana Fish“. Die Geschichte springt ins Jahr 1985. In New York City kämpft sich der 17-Jährige Ash als Anführer einer Straßengang durchs Leben. Er ist hochintelligent, sportlich und charismatisch. Eigenschaften, die ihn schnell bei den New Yorker Drogenbossen bekannt und gefürchtet machen. Ash hat also genug Probleme zu bewältigen, als zwei Japaner in sein Leben treten. Ein Journalist, der die mysteriösen Morde unter den US-Soldaten in Vietnam untersucht und seine Begleitung, der 19-Jährige Eiji. Beide verfolgen eine Spur, die zu Ash führt. Dabei wissen sie noch nicht, dass Ashs Bruder damals der Amokläufer war und seitdem als Pflegefall bei ihm lebt. In den Wirren um Banana Fish kommen sich auch der sonst eher kalte Ash und Eiji näher.

Eigentlich darf Banana Fish nicht als unbekannt bezeichnet werden. Der Manga erschien von 1985 bis 1994 und wurde hochgelobt. In Deutschland brachte Panini den Manga* heraus. Die Anime-Adaption dazu gab es erst 2018. Das Warten hat sich gelohnt, denn die Geschichte ist vor allem eins: spannend! Obwohl Banana Fish durch Ashs und Eijis gegenseitige Anziehung als Shonen-Ai eingestuft wird, überwiegen hier ganz klar die Genres Thriller und Action. Der Zuschauer bekommt kaum eine Verschnaufpause, wenn die durchaus brutale und schockierende Geschichte rund um Ash und Banana Fish Fahrt aufnimmt. Animation und Soundtrack sind durch die Bank gut, die 24 Folgen auf Amazon Prime* mit Sicherheit gleich durchgeschaut. Ihr müsst auch hier Untertitel mitlesen.

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