Ermittlung: 37% aller japanischen Firmen schuld an illegalen Überstunden

Ermittlung: 37% aller japanischen Firmen schuld an illegalen Überstunden
© Crunchyroll

Ein neuer Bericht aus Japan enthüllt schockierendes. Ein großer Teil der Firmen im Land lässt seine Mitarbeiter illegale Überstunden beschreiten.

In wenigen anderen modernen Ländern wird soviel gearbeitet wie in Japan. Eine klare Trennung zwischen Freizeit und Job ist kaum möglich im Land der aufgehenden Sonne – Überstunden gehören zum Alltag. Das beweist auch eine neue Untersuchung des Ministeriums für Gesundheit, Arbeit und Soziales. Aktuellen Ermittlungen zufolge haben sich, im letzten Geschäftsjahr, 24.042 Firmen in Japan illegaler Überstundenarbeit schuldig gemacht. Das entspricht 37% aller Unternehmen des Landes.

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Coronakrise verschlimmert Arbeitsbedingungen

An den Orten, an denen Überstunden bestätigt wurden, konnte in 2.982 Fällen nachgewiesen werden, dass Mitarbeiter mehr als 80 zusätzliche Stunden pro Monat arbeiten. An 419 Geschäftsstellen arbeiten die Angestellten monatlich sogar 150 Extra-Stunden. Schuld daran ist die Tatsache, dass entweder keine Betriebsvereinbarung getroffen wird oder dass die Unternehmen ihre Mitarbeiter schlichtweg zu Überstunden zwingen.

In einem Extremfall hat das japanische Ministerium sogar ein kleines Geschäft im Einzelhandel entdeckt, dass seine Mitarbeiter bis zu 235 Überstunden pro Monat arbeiten ließ. Die Regierung versucht schon seit längerem solche illegalen Überstunden zu regulieren. Letzten April wurde deswegen ein Gesetz verabschiedet, welches das Überstunden-Limit mittelgroßer Betriebe auf 100 Stunden pro Monat beschränkt. Ab 720 Stunden pro Jahr wird die zusätzliche Arbeit illegal.

Das Ministerium vermutet, dass die Anzahl der Überstunden weiter steigen wird, jetzt wo sich viele Geschäfte von der COVID-19-Krise zu erholen versuchen:

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„Im letzten Geschäftsjahr gab es die Tendenz, dass sich Arbeitsstunden aufgrund des Coronavirus verkürzten. Die Anzahl illegaler Überstunden mag vielleicht gesunken sein, aber die gesundheitlichen Hürden durch lange Arbeitsstunden sind immer noch präsent. Es besteht die Sorge, dass Arbeitsplätze nun, wo die Wirtschaft sich wieder erholt, längere Arbeitszeiten aufgrund von Personenmangel erzwingen. Wir bemühen uns, die Zukunft besser zu gestalten.“

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