Ausländische Produktionen: Können Anime auch nicht-japanisch sein?

Ausländische Produktionen: Können Anime auch nicht-japanisch sein?
© Crunchyroll

Nicht jede Serie, die wie ein Anime aussieht, wird auch als solcher definiert. In der westlichen Welt ist die Klassifizierung das ewige Streitthema.

Eine der ältesten Diskussionen innerhalb der Fangemeinde dreht sich um die Frage: Wann gilt etwas als Anime? Muss das Werk direkt in Japan entstanden sein, oder können auch ausländische Serien und Filme mit dem Begriff klassifiziert werden? Während die eine Hälfte „ja“ sagt, antwortet die andere mit „nein“. Ein korrekte Antwort scheint es auf die Frage nicht zu geben.

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Das Wort Anime bedeutet im Land der aufgehenden Sonne nichts anderes als Animation. Selbst Zeichentrickserien aus den USA oder anderen Regionen, sind in Japan unter dem Begriff zusammengefasst. So kann ein Disney-Film genauso wie Naruto als Anime bezeichnet werden, ohne dass sich jemand über die Bezeichnung wundert. Ein Poster zeigt, dass selbst klassische Cartoons wie Betty Boop als „antike Anime“ kategorisiert werden.

Ausländische Produktionen: Können Anime auch nicht-japanisch sein?

Viele westliche Fans sträuben sich aber davor, die Bezeichnung als einen Sammelbegriff zu nutzen. Ihrer Argumentation zufolge ist ein Anime nur dann original, wenn er aus Japan stammt – genauso wie eine echte Pizza aus Italien kommt. Auch wenn der Stil einer Zeichentrickserie dem eines Anime gleicht, heißt das noch nicht, dass damit ein Anime entstanden ist. Aus diesem Grund wird auch Avatar: Der Herr der Elemente nicht als ein solcher bezeichnet – immerhin wurde die Serie in den USA produziert.

Auch RWBY, Samurai Jack und Castlevania werden aus diesem Grund höchstens als „amerikanische Anime“ bezeichnet. Nur der typische japanische Zeichenstil reicht vielen Menschen nicht, um das Pferd beim Namen zu nennen. Dabei ist es heutzutage gang und gäbe unter japanischen Anime-Produzenten, Unterstützung im Ausland zu suchen. Toei Animation, welche für One Piece, Dragon Ball und Digimon bekannt sind, stellen immer häufiger US-amerikanische Animatoren ein.

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Nicht jede Szene aus einem Anime stammt also zwingend von einem Japaner. Dasselbe gilt für die Handlung. Über die letzten Jahre wurden immer mehr Webtoons aus Korea fürs Fernsehen adaptiert. Dennoch käme keiner auf die Idee, The God of Highschool oder Tower of God als reine Zeichentrickserien zu erklären.

Die Grenze zwischen Anime und nicht-Anime ist also ziemlich verschwommen. Kein Wunder, dass bis heute über die die Frage gestritten wird. Was denkst du, kann die Bezeichnung auch für ausländische Werke gelten?

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