Shibuya Goldfish Review: Blutrünstiges Horror-Spektakel mit Zombie-Goldfischen

Shibuya Goldfish Review: Blutrünstiges Horror-Spektakel mit Zombie-Goldfischen
© altraverse

In Shibuya tauchen plötzlich riesige Goldfische auf. Ihre liebste Beute: Menschen. Für den jungen Filmfan Hajime heißt es seitdem ums Überleben kämpfen. Abgeschlossen von der Außenwelt bahnt er sich mit den verschiedensten Menschen seinen Weg durch ein apokalyptisches Shibuya. Die Zeit rennt, denn der Shibuya Goldfish hat bereits damit begonnen, ein riesiges Goldfischglas um den Stadtbezirk zu errichten.

Klingt irre, ist es auch. Zeichner Hiroumi Aoi muss großer Goldfisch-Fan sein oder mit seinem Erstlingswerk ein traumatisches Goldfisch-Erlebnis aufarbeiten, anders kann man sich diese Geschichte nicht erklären. Überraschenderweise ist aber gerade die Idee von Zombie-Goldfischen überaus interessant und einfach etwas anderes. Mittlerweile kennen wir Zombies in allen Lebenslagen und Formen. Vorsichtig gesagt: Der Markt ist mit solchen Geschichten gut versorgt. Goldfische sind etwas Neues und deshalb ist Shibuya Goldfish für das Genre tatsächlich auch recht erfrischend.

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Shibuya Goldfish Review: Blutrünstiges Horror-Spektakel mit Zombie-Goldfischen
© altraverse

Nicht nur die Leser dürften den kleinen Zierfischen bisher eher wenig Beachtung geschenkt haben. Auch Hauptcharakter Hajime wird von den Tieren plötzlich überrannt. Er ist mit seiner Kamera in Shibuya unterwegs, um ein paar Sequenzen für seinen Film einzufangen. Zufällig trifft er auf seine Klassenkameradin und hilft ihr gegen aufdringliche Männer. Eigentlich ein guter Start, um sich näher zu kommen. Doch schon lugt der erste blutrünstige Goldfisch ums Eck. Im Maul: ein abgetrennter menschlicher Kopf.

Schnell wird klar, dass es sich um eine ganze Invasion handelt. Der Himmel über Shibuya ist bedeckt mit den Tieren in alle Größen und Formen. Pech für Hajime und all die anderen Leute, denn die Fische schmausen am liebsten Menschenfleisch. Ein Entkommen ist kaum möglich, die Viecher sind bereits überall. Das Militär scheint machtlos und so müssen Hajime und die anderen Überlebenden selbst gegen die gefräßigen Zombies ankämpfen.

Gut platzierte Schockmomente

Zugegeben: Die Geschichte selbst ist abgedroschen und leider bleiben auch die Charaktere ziemlich blass. Woran Hiroumi Aoi aber richtig Spaß hatte, sind ganz klar die Goldfische. Die Tiere sind zeichnerisch sehr gut dargestellt und machen wirklich Freude, wenn sie auf Menschenjagd gehen. Shibuya Goldfish schafft es auch den ein oder anderen Schockmoment gekonnt zu platzieren. Zeichnerisch sind diese Momente sehr detailliert und mit Liebe zum Horror-Genre eingefangen. Chapeau!

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Was allerdings irritiert, ist das Charakterdesign. Die Figuren wirken durch die Bank zu niedlich für eine Story rund um Zombie-Goldfische. Für einen Shojo-Manga wären sie durchaus passend, die Diskrepanz zum Rest von Shibuya Goldfish ist allerdings viel zu heftig. So wirkt der Manga als könnte er sich nicht entscheiden, ob er jetzt zwischen Blut und Gedärmen doch noch Kinderlektüre sein möchte.

Ein Marder nimmt den Goldfisch-Kampf auf

Wer sich schon immer gefragt hat, wie gefährlich der gemeine Haus- und Hof-Goldfisch werden kann, der sollte einen Blick in Shibuya Goldfish werfen. Spannend bleibt ja vor allem, wie Hiroumi Aoi die Geschichte auflösen möchte. Logik, bist du am Ende da? Ein Lichtblick kommt auch in Form eines neuen Charakters. Ab Band 2 macht ein Marder jagt auf die Goldfische. Frischer Wind, den der Manga zu diesem Zeitpunkt schon dringend gebraucht hat.

Shibuya Goldfish erscheint bei altraverse. An dieser Stelle ein Dank an altraverse für die Bereitstellung der Rezensionsexemplare!

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