Chainsaw Man – Review: Denji mit den Kettensägenhänden

Chainsaw Man – Review: Denji mit den Kettensägenhänden
© Egmont Manga

Ein nicht zimperlicher Kettensägen-Teufel als Hauptcharakter: Der Manga Chainsaw Man von Tatsuki Fujimoto begeistert derzeit Splatterfans.

Teenager Denji hat kein leichtes Leben. Ihm fehlen Freunde, Geld und ein Auge. Als sein Vater starb, hat ihm dieser einen hohen Schuldenberg bei den Yakuza hinterlassen. Denji muss die Schulden irgendwie zurückzahlen. Dabei verkauft er alles, was er irgendwie entbehren kann; neben seinem Auge auch diverse andere Organe.

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So stolpert Denji immer auf der Suche nach Geld mit Gelegenheitsjobs durch die tristen Tage. Als relativ lukrative Tätigkeit erweist sich seine Arbeit als Teufelsjäger. Unterstützung bekommt er dabei selbst von einem kleinen Dämon namens Pochita. Seitdem Denji Pochita das Leben gerettet und ihn bei sich aufgenommen hat, kämpfen und hungern sich die beiden gemeinsam durch das Leben. Pochita besitzt die Fähigkeit, sich wie eine Kettensäge benutzen zu lassen.

Als Denji in einen Hinterhalt gerät und von Teufeln zerstückelt wird, springt Pochita ihm zur Seite. Der kleine Dämon rettet den Teenager, indem er zu Denjis Herzen wird. Dadurch tritt erstmals der Chainsaw Man auf den Plan. Dieses starke Bündnis bleibt der Regierung jedoch nicht lange verborgen…

Darum lohnt sich Chainsaw Man

Ein menschlicher Teufel mit Kettensägenkopf und –händen: Chainsaw Man von Tatsuki Fujimoto hat schon jetzt das Zeug zum Klassiker! Alleine durch sein Aussehen würde man Denji nicht auf der Seite der Guten vermuten. Als kettensägenschwingender Teufel macht er schnell kurzen Prozess mit seinen Gegnern.

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Die Kettensägen leisten dabei keine Präzisionsarbeit. Auf vielen Seiten spritzen dem Leser Blut und Gedärme nur so entgegen. Man merkt, dass gerade solche Szenen Mangaka Tatsuki Fujimoto sehr viel Spaß machen. Hier leistet er besonders detaillierte Arbeit. Sonst ist Fujimotos Zeichenstil eher einfach und schnörkellos. Die großen Manga-Augen sucht der Leser vergeblich, dafür gibt es noch einmal mehr spritzendes Blut und beeindruckende Monster.

© Egmont Manga

Als Held unter aktuell sehr vielen glattgebügelten Superhelden ist der Chainsaw Man eine willkommene Abwechslung. Denji ist angenehm gegen den Strom gebürstet. Nicht nur als Teufel, sondern auch als mittelloser Teenager ist er ein interessanter Charakter. Wenn Denji hungernd zusammen mit Pochita von einem Toastbrot mit Marmelade und großen Brüsten träumt, fühlt der Leser mit ihm. Man würde dem 16-Jährigen alles von Herzen gönnen.

Denji begleiten auf seiner Reise durch das moderne Tokyo starke Nebencharaktere. Mit seinen WG-Genossen Power und Aki ist der Teenager regelmäßig auf Teufelsjagd. Aki, ebenfalls im Pakt mit einem Teufel, spielt den kühlen Aufpasser der beiden Kindsköpfe. Besonders die „Besessene“ Power tut sich durch ihr rüpelhaftes Verhalten gegenüber allen anderen mit viel Situationskomik hervor. Den Leser regelmäßig schmunzeln lässt aber auch Denji. Der lässt sich doch tatsächlich am besten zur Teufelsjagd animieren mit dem Versprechen auf einen Kuss oder Busengrabscher. Das alles bevorzugt von und mit seiner mysteriösen Chefin Makima.

In Japan ist die seit 2018 laufende Serie bereits abgeschlossen. Der Manga ging millionenfach über die Verkaufstheke und entwickelte sich schnell zum Publikumsliebling. Eine Anime-Adaption ist bereits in Planung, das genaue Veröffentlichungsdatum steht noch aus. Bekannt ist, dass das Studio MAPPA (Dororo) die Produktion übernimmt. In Deutschland ist Chainsaw Man bei Egmont Manga erhältlich. Bisher sind vier Bände* erschienen.

Danke an Egmont Manga für die Bereitstellung der Rezensionsexemplare.

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