Regierung in Japan bringt One Piece-Raubkopierer hinter Gitter

Regierung in Japan bringt One Piece-Raubkopierer hinter Gitter

Japan: Die Polizei verhaftete kürzlich einen, unter Verdachten stehenden 54-jährigen Mann für das illegale Hochladen und Teilen einiger Manga-Ausgaben des Werkes One Piece. Die japanische Regierung plant bei derartigen Fällen künftig härter durchzugreifen.



Laut der ACCS (Association of Copyright for Computer Software) habe der Angeklagte mehrere One Piece-Farbausgaben seit Januar 2018 mithilfe des „scheinbar“ sicheren Programms Perfect Dark, ohne Erlaubnis im Internet publiziert. Der arbeitslose Mann – ein Einwohner der Großstadt Kyoto, legte bereits ein Geständnis ab, in welchem er erklärte, dass seine Intention darin lag, mehr Menschen auf den Manga aufmerksam zu machen. Welches Schicksal ihn zukünftig erwartet, klärt dann das Gericht in Japan.

Schon seit jeher hat die japanische Regierung sowie Manga-Autoren und -Zeichner Probleme mit Internet-Piraterie. Erst im Oktober wurden 9 Männer, die unter Verdacht standen, als Betreiber einer der größten Piraterie-Seiten des Landes zu agieren, überführt. Zudem beschwerte sich letztens die Schöpferin des beliebten Manga-Thriller Gangsta, darüber, dass vielerorts, auch international, geklaute Auszüge ihres Werkes Anklang fänden – der Schaden sei dabei so immens, dass ihre Karriere als Autorin, sowie die Existenz des Mangas auf dem Spiel stünde, so Kohske.

Seit geraumer Zeit und auch in Zukunft plant die japanische Regierung ihre Gesetze in Richtung Copyright zu verschärfen, um den Tätern einfacher das Handwerk legen zu können. Der neueste Entwurf, Websiten zu sperren, die auf illegale Piraterie-Seiten verweisen und deren Betreiber rechtlich zu konfrontieren, sowie ähnliche Konzepte, sollen 2019 im Parlament diskutiert werden.

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Mein Name lautet Shawn Fierce, seit 2018 agiere ich als Redakteur bei shonakid.de. Bei Fragen und Anregungen schreibt mir auf Twitter unter @shawnfiercy.