Dieser Anime ist pure Männlichkeit! – Baki (2018) Episode 1 Review

Dieser Anime ist pure Männlichkeit! - Baki (2018) Episode 1 Review

Gewalt, Gewalt und noch mehr ungezähmte Gewalt – das ist worauf der kürzlich erschienene Netflix-Anime „Baki (2018)“ setzt. Wer schwache Nerven hat, der sollte besser die Finger vom brandneuen Martial-Arts-Shonen lassen, wer allerdings nach einer Splatter-Serie sucht, die weit über die Grenzen des Ekels hinausschießt, der sollte sich die erste Episode „Baki (2018)“ sofort ansehen!

»Handlung«

Basierend auf der Manga-Reihe von Keisuke Itagaki, dreht sich die Handlung der ersten Episode um den jungen Martial-Arts-Kämpfer Baki Hanma. Ein gemütliches Leben vollführend, wird er eines Tages vom „Manager der heiligen Kampfsportarten des Untergrunds“ angesprochen. Dieser erzählt im, dass sich momentan fünf Kriminelle, verteilt über den Globus, auf den Weg nach Tokio machen. Ihr Ziel ist es anscheinend, Baki in einem Kampf zu besiegen.

Gewalt. Sehr vieeeel Gewalt

Baki (2018) hat sicherlich keine grandiose Story und wird über die nächsten 25 angekündigten Episoden vermutlich keine mehr erhalten. Auch von den Charakteren sollte man sich nicht zu viel erwarten, denn diese sind im Grunde nichts weiter als Kraftpakete, deren einzige Essenz das Kämpfen ist. Aber das stört nicht, denn der Anime setzt weder auf unvorhersehbare Plots, noch auf unverkennbar sympathische Charaktere. Viel eher möchte er mit einem anderen Punkt die Masse überzeugen: unzensierter Brutalität.



Von fliegenden Gehirnen, bis zu 10-fach verdrehten Gliedmaßen und an einem Seil aufgehängten Kadavern, ist jede Form der Gewalt, schon in der ersten Episode enthalten. Und verdammt nochmal – das entertaint! Besonders in actionreichen Kampfszenen verpackt, macht es einfach unheimlich Spaß zu sehen, wie jeder Gefangene sich auf die unterschiedlichste Weise gewaltvoll durchsetzt. Was allerdings besonders lobenswert ist, wie die Kriminellen eingeführt wurden. Kaum ein Anime konnte bis jetzt solch epische Introductions abliefern, wie Baki (2018). Der eine befreit sich vom elektrischen Stuhl, der andere klettert durch einen 100-Meter hohen Schacht in die Freiheit und wiederum der nächste schlägt sich mit Leichtigkeit durch raketensicheres Panzerglas. Diese Einführungen sind einfach episch und sollten von jemandem, der sich einen wahren Animefan nennt, nicht verpasst werden. Gewissermaßen erinnert Baki (2018) einen in dieser Hinsicht auch an One Punch Man, da dort ähnliche Stilmittel verwendet wurden – und man kann fast schon behaupten, dass einer der diesen Anime bereits geliebt hat, auch Baki (2018) lieben wird.

Teuer animiert, schlecht gezeichnet?

Die Animationen sind, besonders während der Kampfszenen, sauber über die Leinwand gebracht und vor allem schnell. Das bedeutet, die Produktionsfirma TMS Entertainment, welche schon an Detektiv Conan beteiligt war, hat mal wieder grandiose Arbeit geleistet und Netflix nicht in Schmach versinken lassen. Der Zeichenstil hingegen ist gewöhnungsbedürftig und in den Augen vieler Fans, nicht gerade schöner, als bei der 2001er Version, die damals noch den Namen „Grappler Baki“ trug. Verständlich, denn dieser entspricht nicht gerade der Norm und erinnert eher an eine Animeserie der 90er, also viel eher der realistischen Gesichtsanatomie unserer Welt. Trotzdem macht auch das Baki (2018) irgendwo einzigartig und hebt den Anime von der massigen Konkurrenz der Summer Season ab. Und wie immer gilt natürlich: Schönheit ist subjektiv.

Zur musikalischen Unterlegung gibt es nicht viel zu sagen, außer dass die Soundtracks stets passen, sparsam verwendet, und besonders in Actionszenen sinnvoll eingebaut wurden. Jeder einzelne hat dabei einen rockigen Touch, der auch im Opening und Ending gleichermaßen zur Geltung kommt, wo dieser allerdings noch zusätzlich von japanischem Gesang überspielt wird.

Bei Baki (2018) kommen vor allem diejenigen auf ihre Kosten, welche die pure Männlichkeit, verpackt in epischen Martial-Arts-Kämpfen, zu schätzen wissen. Einfach den Kopf ausschalten und die grenzenlose (und zugleich kreative) Art der Brutalität auf sich einprasseln lassen – das ist die Devise des Anime – und viel mehr will er eigentlich auch gar nicht sein. Bist du also schon seit längerem heiß auf die wahren Aspekte eines Splatter-Shonen, solltest du deinem Netflix-Konto jetzt einen Besuch abstatten, und Baki (2018) auf deine Liste setzen.

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