Studio Ghibli-Filme endlich digital erhältlich – aber vorerst nur in den USA

Studio Ghibli-Filme endlich digital erhältlich - aber vorerst nur in den USA
© Universum Film

Studio Ghibli hat erstmals die Rechte ihrer Zeichentrickfilme an den digitalen Markt verkauft. Neben HBO Max sind die Anime-Klassiker des legendären Zeichentrickstudios nun auch bei weiteren Streaming-Diensten verfügbar.

Mit Filmklassikern wie Chihiros Reise ins Zauberland, Mein Nachbar Totoro oder Prinzessin Mononoke wurde das japanische Zeichentrickstudio Ghibli weltberühmt. Nichtsdestotrotz weigerte sich Regisseur und Mitgründer Hayao Miyazaki bislang seine Werke auf dem digitalen Markt zu verkaufen. Das hat sich nun geändert. Vor wenigen Monaten gelang es HBO Max einen umfangreichen Deal abzuschließen und ab 2020 einen Großteil der Anime-Filme in ihr Programm zu etablieren. Jetzt folgen weitere Streaming-Dienste.

Studio Ghibli: Anime-Filme erstmals digital in den USA erhältlich

Bei HBO Max sollte es offenbar nicht bleiben. Ab sofort bietet Studio Ghibli seine zahlreichen Produktionen auch auf weiteren digitalen US-Plattformen an. Dazu zählen soweit Amazon Prime Video, Apple TV, Google Play Store, Sony PlayStation Movies, Vudu und viele mehr.

Wie unter anderem The Verge berichtet, beschränkt sich das Angebot aktuell nur auf die USA und Kanada. Darin enthalten sind beinahe alle Zeichentrickfilme der Anime-Schmiede bis auf Die letzten Glühwürmchen aus dem Jahr 1988, da hier die Rechte bei einem anderen Publisher liegen. Wer die Filme streamen möchte, muss dann je 20 US-Dollar zahlen; für ein Bundle mit 6 Filmen etwa 100 Dollar.

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Diese Neuigkeit dürfte für die meisten Fans ziemlich überraschend wirken, da sich das traditionelle Studio in der Vergangenheit mehrfach gegen eine Digitalisierung ihrer Filme ausgesprochen hat. Angeblich seien finanzielle Probleme der Grund für den Stimmungswechsel gewesen. Durch den Deal mit den US-amerikanischen Streaming-Diensten erhofft man sich wohl neue Möglichkeiten im finanziellen Bereich. Demnach könnte das Angebot auch irgendwann nach Deutschland überschwappen – eine Bestätigung gibt es allerdings noch nicht.

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