So schockierend lange arbeiten Anime-Zeichner täglich

So schockierend lange arbeiten Anime-Zeichner täglich
© AIC

Traumberuf Anime-Zeichner? Im Gegenteil. Die Branche aus Japan ist einer der härtesten Arbeitsplätze, die man sich vorstellen kann.

Es ist schon ewig kein Geheimnis mehr, dass die Anime-Branche ein stressiges Geschäft ist, dass an den Kräften seiner Arbeiter zerrt. Selbst für japanische Verhältnisse gibt es nur wenige Jobs, die so viel Zeit beanspruchen und trotzdem so wenig zurückgeben. Eine aktuelle Umfrage aus Japan hat nun einige dieser Anime-Zeichner zu ihrem Verdienst, dem Zeitaufwand, ihren Lebensbedingungen und einer möglichen Problemlösung befragt.

 

Gewaltige Arbeitszeiten, schlechte Bezahlung

SoraNews24 hat die Umfrage der japanischen Yahoo News übersetzt, bei welcher insgesamt 382 Zeichner, Autoren, Redakteure, Animateure, Produzenten und Regisseure aus der Anime- und Manga-Branche teilgenommen haben. Aus den Antworten geht hervor, dass Festangestellte ungefähr 11,5 Stunden pro Tag arbeiten. Unabhängig von den hohen Arbeitszeiten werden in der Industrie allerdings nur rund $40.000 USD (36.091 Euro) im Jahr gezahlt. Obwohl damit schon der Bogen überspannt wird, geben 40% der Teilnehmer an, dass sie sogar noch weniger verdienen.

Viele Animateure starteten wegen ihrer Liebe zu Anime in den Beruf, der sie heute quält. Schnelles Geld und ein sicherer Job lagen nie im Fokus – die erhoffte kreative und abwechslungsreiche Arbeit, blieb aber ebenfalls aus. Ein 20-jährige Arbeiterin beschreibt ihr Leben wie folgt:

„Tagtäglich esse ich über meinen Ersparnissen und beeile mich blindlings meine Arbeit zu vollenden. Dabei frage ich mich immer wieder: „Was war es überhaupt, dass ich an Anime so geliebt habe?“ Manchmal kann ich die Antworten nicht mehr finden. Es verbraucht meine mentale und körperliche Stärke, genauso wie mein Geld und meine Zeit.“

Trotz des anstrengenden Arbeitsalltags, geben einige Teilnehmer an, dass sich die Bedingungen der Industrie in den letzten Jahren verbessert haben. Für die Zukunft können wir nur hoffen, dass dieser Kurs eingehalten wird und Berufe in der Anime-Branche wieder zum Traum vieler Japaner werden.

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