Musikproduzent erklärt: Anime-Openings nicht mehr zeitgemäß

Musikproduzent erklärt: Anime-Openings nicht mehr zeitgemäß

Wir alle kennen und lieben sie: Anime-Openings. Wie nun ein japanischer langjähriger Musikproduzent bekannt gab, könnte sich die Präsentationsform dieser, in Zukunft jedoch drastisch verändern.

Auf einem „Anime Industry Cross-Talk“ Event in Shinjuku am 9. September erläuterte Musikproduzent Akihiro Tomita seine Bedenken, was die Anime-Industrie betrifft, genauer. Folgt man seinen Worten, so scheint es, als ob Anime-Openings anstatt dem üblichen Modell von 1:30 Minuten, in Zukunft nur noch etwa acht mal kürzer in Erscheinung treten werden. Ursache hierfür seien Streamingplattformen wie Netflix, welche das Konzept des „Binge-Watching“ – also mehrere Episoden einer Serie ohne Pause hintereinander durchzuschauen, unterstützen und Funktionen wie einen „Intro überspringen“-Button einführen, der dieses Vorhaben begünstigt und den Sinn eines Intros annihiliert.



Als Ideales Beispiel für die Umstrukturierung dient der Netflix-Original-Anime „B: The Beginning“, bei welchem die Länge des Openings gerade einmal wenige Sekunden beträgt; Credits und Lyrics lassen sich dort ebenfalls nicht auffinden. Das Ending der Serie gleicht das Ganze wiederum aus und sorgt für eine angemessene Kennzeichnung der Mitarbeiter.

Der Mitbegründer der Anime-Musikproduktionsfirma „Hinfumi“ fügte ebenfalls bei, dass die Logik der Fernsehübertragung nicht mehr für das Streaming-Zeitalter gelte und derartige Traditionen wie die altbewährte Länge eines Opening-Songs sich darauf eher kontraproduktiv auswirken.

Quelle: ANN

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Mein Name lautet Shawn Fierce, seit 2018 agiere ich als Redakteur bei shonakid.de. Bei Fragen und Anregungen schreibt mir auf Twitter unter @shawnfiercy.