Anime-Regisseur will gegen Missbrauch in der Branche vorgehen

Anime-Regisseur will gegen Missbrauch in der Branche vorgehen
© Peppermint Anime

In der Anime-Branche geht es nicht immer mit rechten rechten Dingen zu. Ein langjähriger Regisseur möchte diese Tatsache nun ändern.

Dass es in der Anime-Branche nicht immer fair zugeht, ist schon lange kein Geheimnis mehr. Immer wieder beschweren sich Animatoren über unbezahlte Überstunden und grenzwertige Arbeitsbedingungen. Erst letztens äußerte ein ehemaliger Mitarbeiter des Studio MAPPAs die Kritik, dass der Arbeitsalltag dem einer Fabrik gleiche. Ändern tut sich trotzdem nur wenig. Der langjährige Regisseur Taiki Nishimura, möchte das Problem nun an der Wurzel packen und das japanische Urheberrecht erneuern.

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Regisseur könnte seinen Job verlieren

In einem Tweet erklärt er: „Als ich Anwälten erzählte, dass ich ohne Vertrag an Anime-Werken arbeite, waren alle schockiert. Ich will mein bestes tun, um diese Industrie, die voll ist von sexueller Belästigung und Machtmissbrauch, zu verbessern.“ Desweiteren schreibt Nishimura, dass er dadurch seinen Job verlieren könnte. Trotzdem will er die Probleme „mit der Hilfe der Directors Guild of Japan“ zurechtrücken.

Die Directors Guild of Japan setzt sich für die Rechte von Filmregisseuren in Japan ein. Eigenen Worten zufolge, hat es sich der Verband zum Ziel gesetzt: „die Freiheit der Meinungsäußerung zu etablieren und zu schützen, den Status von Filmregisseuren zu verbessern und verschiedene Rechte ihrer Mitglieder zu stärken.“ Vor allem möchte die Gilde das Urheberrecht überarbeiten, um die Rechte von Regisseuren zu erweitern.

Laut Anime News Network, ist Nishimura selbst Mitglied der japanischen Organisation. Schon seit 20 Jahren ist der Regisseur in der Anime-Industrie tätig, wo er an Serien wie Mobile Suit Gundam Seed Destiny, Aldnoah.Zero und School Rumble mitgewirkt hat. Vor kurzem arbeitete er an den Episoden 5 und 8 des neuen Fantasy-Titels „Kombattanten werden entsandt!“.

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Vor vier Jahren äußerte der langjährige Regisseur schon einmal Kritik an der Branche. Damals erklärte er, dass sein monatliches Gehalt gerade einmal 100.000 Yen (rund 747,74 Euro) pro Anime beträgt. Aus diesem Grund müsse er an zwei Serien gleichzeitig arbeiten, um seinen Lebensunterhalt zu finanzieren, was auf der Kehrseite wieder deutlich mehr Stress für ihn bedeute.

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