Meinung: Wie weit kann der Erfolg von Demon Slayer: Mugen Train gehen?

Meinung: Wie weit kann der Erfolg von Demon Slayer: Mugen Train gehen?
© ufotable

Demon Slayer – The Movie: Mugen Train ist der erste Kinofilm zur erfolgreichen Anime-Serie. Sein bisheriger Erfolg war bahnbrechend und könnte noch viel weiter gehen.

Nach der überaus erfolgreichen Anime-Serie Demon Slayer hat auch der kürzlich erschienene Kinofilm Mugen Train mit einer erstaunlichen Auftaktveranstaltung Kassenrekorde gebrochen. Demon Slayer debütierte ursprünglich auf den Seiten des Weekly Shōnen Jump-Magazins als Manga und wurde später als animierte Serie adaptiert. Der neue Film knüpft an die Handlung der ersten Staffel an. Schauen wir ein wenig hinter die Kulissen und untersuchen die Vermarktung des Anime.

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Demon Slayer: Mugen Train – Publishing ist ein großes Geschäft

Eins muss man erst einmal bedenken: Demon Slayer wird von der Animation getragen, nicht von der Geschichte. Der Regisseur und das Animationsstudio haben großartige Arbeit geleistet. Jemand, der den Manga gelesen hat, weiß bereits, was passieren wird, deshalb macht der Film vielleicht nicht so viel Spaß, wie, wenn man den Manga nicht gelesen hätte – ein paar Änderungen gibt es aber trotzdem.

Fakten:

Demon Slayer – The Movie: Mugen Train (2020) – Animationsfilm: 147 Minuten.

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Veröffentlicht: 31. Oktober 2020

Genre: Animation, Action, Geschichte, Abenteuer, Fantasy

Synchronsprecher: Hanae Natsuki, Akari Kito, Shimono Hiro, Yoshitsugu Matsuoka, Satoshi Hino

Team: Yuki Kajiura (Musik), Akira Matsushima (Charakterdesigner), Sotozaki Haruo (Regisseur), Gou Shiina (Musik), Manabu Kamino (Herausgeber), Yuuichi Terao (Kameramann)

Wie genau machen Filme Geld?

Filmbudgets und KostenIm Allgemeinen legen die großen Studios nicht die vollen Budgets für ihre Filme (Produktion, Entwicklung, Marketing und Werbung) offen. Dieses Rätsel ergibt sich zum Teil deshalb, weil die Herstellung und Vermarktung eines Films weitaus mehr kostet, als die meisten Menschen erwarten. Zum Beispiel wird das Produktionsbudget für einen Sommer-Blockbuster wie „The Avengers“ von Marvel auf 220 Millionen Dollar geschätzt. Wenn man die Marketing- und Werbekosten mit einbezieht, schnellt das Budget in die Höhe. Es gibt also keinen sicheren Weg, für einen Film, einen Gewinn zu erzielen, da Faktoren wie Markenbekanntheit, P&A-Budgets und die Wünsche eines launenhaften Publikums ins Spiel kommen. Dennoch gibt es ein paar sichere Möglichkeiten, mit Filmen Geld zu verdienen.
Einnahmen aus TicketsNormalerweise geht ein Teil der Kinokartenverkäufe an die Besitzer des Etablissements, während das Studio und der Verleiher das restliche Geld erhalten.   Traditionell fließt ein größerer Teil während des Eröffnungswochenendes eines Films an das Studio. Im Laufe der Wochen steigt der Prozentsatz der Kinobetreiber. Ein Studio kann etwa 60% der Kartenverkäufe eines Films im eigenen Land und etwa 20 bis 40% der Kartenverkäufe im Ausland tätigen.
Ausländische VerkäufeUnabhängige Filmemacher können Geld verdienen, wenn sie einen guten ausländischen Vertriebsagenten haben, der ihre Filme in den wichtigsten Überseemärkten verkaufen kann. Produzenten erstellen oft ihre „Wunschliste“, wenn sie einen Film casten, die in der Regel voller bekannter Namen ist, die auch nach Übersee „reisen“. Wenn sie Jennifer Lawrence oder Tom Cruise als Schauspieler engagieren, ist es viel wahrscheinlicher, dass sie einen Partner finden, der bereit ist, die Rechte in China und Frankreich zu kaufen.
Fernsehrechte und StreamingIn der heutigen Zeit geht es jedoch vielmehr um Fernsehrechte und Streaming. Für einige Produzenten ist der Verkauf von Fernseh- und Streaming-Rechten eine bedeutende Gewinnquelle, da der Produzent nicht für Marketing- und P&A-Kosten aufkommen muss. Filme müssen zwar irgendwann das Kino verlassen, aber sie können im Fernsehen als Evergreen verbleiben. Streaming ist eine neue Einnahmequelle für große Filmproduktionen. Filmstudios können weiter Geld mit älteren Filmen verdienen, indem sie sie die Lizenzen an Netflix oder Amazon Prime verkaufen.

Die Vermarktung

Alles begann mit Star Wars. Seit Beginn der Science-Fiction-Saga von George Lucas im Jahr 1977 hat das Franchise allein mit Spielzeug Einnahmen in Milliardenhöhe erzielt, ganz zu schweigen von den Lizenzeinnahmen anderer Drittfirmen. Im Jahr 2015 brachte „Star Wars: Das Erwachen der Macht“ einen Einzelhandelsumsatz von 700 Millionen Dollar. Diese Strategie funktioniert offensichtlich nicht bei jedem Film. Man sieht zum Beispiel nicht viele Actionfiguren von romantische Komödien. Das Merchandising ist jedoch ein Goldesel für Filme mit großem Budget, die Kinder und Comic-Fans gleichermaßen ansprechen. Zum Beispiel hat Disneys „Toy Story“-Franchise im Einzelhandel mehrere Milliarden Euro eingebracht.

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