Lasst es sein! Die 7 schlechtesten Live-Action-Adaptionen aller Zeiten

Lasst es sein! Die schlechtesten Live-Action-Adaptionen aller Zeiten
© 20th Century Fox

Irgendwie probieren es die Studios immer wieder, aber Realverfilmungen von Anime stoßen bei den Fans meist erstmal auf Skepsis. Von welchen Filmen ihr die Finger lieber gleich lassen solltet, erfahrt ihr hier. Mit Fremdscham-Garantie!

Wenn ein Anime eine Live-Action-Adaption bekommt, ist das meist ein Ritterschlag. Nur die ganz großen dürfen sich damit rühmen. Das Problem dabei, oft floppen die Umsetzungen, weil die Produktion ein Drahtseilakt zwischen treuer Fangemeinde und dem großen Mainstream-Publikum ist. Wir wollen euch die Enttäuschung ersparen und verraten, um welche Adaptionen ihr einen großen Bogen machen solltet. Vielleicht kennt ihr ja sogar den einen oder anderen Film bereits und sitzt heftig nickend vor dem Bildschirm. Los geht’s!

- Anzeige -

Attack On Titan

Aktuell ist der Hype ja wieder krass, die finale Staffel steuert geradewegs auf ein episches Ende zu. Klar, dass man, auf der Suche nach mehr, vielleicht sogar auf den Realfilm von 2015 stößt. An dieser Stelle können wir euch noch sagen, wert ist es das nicht, aber es ist auch keine totale Verschwendung an Lebenszeit. Das größte Manko am Film, der im Groben die Story der ersten Staffel behandelt, ist, dass sich die Umsetzung ganz schön übernimmt. Die stärksten Verkaufsargumente des Anime sind ja vor allem die Visuals und die komplexe Story. Leider schafft es das japanische Studio nicht so gut, den Look umzusetzen und alles wirkt leicht billig und plastisch. Wirklich schlimm ist aber das Drehbuch. Der Plot wurde so hart geändert, dass AOT kaum noch Spaß macht. Erst recht nicht, wenn ihr voll im Stoff seid. Trotzdem… es geht noch vieeeel schlimmer!

Super Mario Bros.

Der nächste Top-Flop ist zwar strenggenommen keine Anime-Adaption, muss aber hier rein, weil der Film wirklich zu absurd ist, um ihn euch vorzuenthalten. Es gibt tatsächlich einen Live-Action-Movie über den kleinen Klempner und seinen Bruder. Nur dass die Story im New York der 90er spielt und Yoshi aussieht wie eine alte Requisite aus den Jurrassic-Park-Filmen. Der Streifen floppte auch derart an den Kassen, dass die meisten ihn mittlerweile verdrängt haben. Nicht einmal als halbernst gemeinte Trash-Unterhaltung für einen Fernsehabend unter der Woche können wir euch Super Mario Bros. mit gutem Gewissen empfehlen. It’s-a no!

Death Note

Direkt wieder zu den Klassikern. Einer der erfolgreichsten Anime aller Zeiten, klar, dass das Franchise gemolken wird, bis auch wirklich jeder Tropfen zu Geld gemacht wird. Tatsächlich war der erste Versuch von 2006 gar nicht mal so schlecht, auch die Fortsetzung unter den japanischen Produzenten ist definitiv genießbar, aber was bitte hat sich Netflix 2017 beim US-Remake gedacht? Die ersten Minuten werden zwar noch von den halbwegs vernünftigen Darstellern getragen, aber der Film gleitet doch zum Ende hin einfach ins Absurde ab und für das Hin und Her zwischen Light und L nimmt sich die Adaption nicht genügend Zeit. Kleiner Pluspunkt noch: Optisch hat das Team wiederum recht gute Arbeit geleistet.

- Anzeige -

Fullmetal Alchemist

Auf zum nächsten Anime-Hit, auf zum nächsten Adaptions-Flop. Einer der besten, schönsten, emotionalsten und coolsten Shounen überhaupt wird durch schlechtes CGI und grottige Schauspielleistungen verhunzt. Alfons, der Junge, dessen Seele nur noch an eine leere Rüstung gebannt wurde, sein kleiner großer Bruder Edward, Oberst Mustang – eigentlich alle Figuren sind nur flach. Positiv ist zwar, dass die Story ziemlich nah am Original ist, aber vor allem wegen der kurzen Zeitspanne, wird auf Charakterentwicklung keinen Cent gegeben. Und wenn Edward dann irgendeine pathetische Rede schwingt über das Durchhalten, Freundschaft und Liebe, sehnt man sich nach dem Original und wird so zwangsläufig enttäuscht. Vielleicht kann man den Streifen mit Humor sehen, aber für gestelzte Peinlichkeit empfehlen wir dann eher Mockumentarys á la Stromberg.

Speed Racer

Jetzt wird’s oldschool! Ende der 60er lief der Anime das erste Mal im Fernsehen. Von da an ging der Hype fast einmal um den Globus und so wurde Speed Racer zu einem der Werke, die die Anime-Kultur auf der ganzen Welt bekannt machten. Klar, dass sich Hollywood dann genau 40 Jahre später dachte, dass das doch was für die Kinokassen wär’. Aber nicht nur finanziell ging das Projekt 2008 baden, auch die Kritiken sind zäh gewesen. Obwohl der Streifen total solide Effekte mitbringt, nicht alle Schauspieler wirklich schrecklich sind, ist Speed Racer eine Ansammlung an Klischees und durch und durch US-Amerikanisch. Falls ihr aber Lust auf kinderfreundliches Fast & The Furious habt und vielleicht mal wieder einen epileptischen Anfall braucht, bitte gebt euch.

Die Legende Von Aang

Jaja, Avatar ist kein Anime, Avatar kommt aus den USA, aber sind wir doch mal ehrlich, dieser Cartoon hat den Ehrenstatus sowas von verdient. Umso schlimmer müssen Fans sich zusammenreißen, wenn jemand diesen großen Haufen dampfenden Mists erwähnt, den M. Night Shyamalan im Jahr 2010 verzapfte. Die Legende Von Aang ist nicht nur aus gutem Grund ein Kassenflop, sondern auch noch der Inbegriff davon, was passiert, wenn Regisseure auf die Fanbase pfeifen. Die Gesetze des Avatar-Universums sind kaum eingehalten worden, der Hauptdarsteller ist ein weinerliches, dauernd melancholisches Kind und die Effekte sind locker fünf Jahre hinterher. Schon beim Schreiben tut’s weh, sich in das schreckliche Kinoerlebnis zurückzuversetzen. Zumindest sind wir gespannt auf die neue Live-Action-Serie, die aktuell in der Produktion steckt; daran haben ja wenigstens zu Beginn noch die Original-Schöpfer mitgearbeitet. Auf jeden Fall ist Die Legende Von Aang eine Beleidigung für dieses wunderbare Franchise und zum Glück gibt es keine Aussicht auf einen zweiten Teil!

Dragonball Evolution

Was zum – Leute, diese Adaption hat nichts mit Dragonball zu tun. Am besten wäre es, man versieht die DVD-Hüllen mit Ekelbildern und Gesundheitshinweisen, wie bei Zigarettenschachteln. Noch nie haben wir irgendwen auch nur gut über dieses Schreckenswerk reden hören. Mal abgesehen von dicken Knarren und stumpfen Dialogen, kann der Film nur noch Lack, Leder und tiefe Ausschnitte bieten. Dragonball Evolution hat bis auf die Charaktere nichts mit dem Shounen-Klassiker am Hut, und selbst die sind verzerrt und auf ein westliches Publikum zugeschnitten. Wahrscheinlich hatte 20th Century Fox einfach mal wieder Lust auf einen drittklassigen Action-Film und irgendein kopfkranker Produzent hat die Dragonball-Mangas im Zimmer seines Sohnes gesehen. Zack! Fertig ist die wohl bescheidenste Anime-Live-Adaption aller Zeiten. Unser Appell zum Schluss: Lasst uns diesen Film bitte tief in der Versenkung vergraben und nie wieder zur Sprache bringen – denn dafür lieben wir Dragonball viel zu sehr!

Mehr zum Thema

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


- Anzeige -
- Anzeige -