Hochkonjunktur: Warum die Wirtschaft schrumpft – aber Entertainment und Anime wachsen!

Hochkonjunktur: Warum die Wirtschaft schrumpft - aber Entertainment und Anime wachsen!
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Obwohl die Wirtschaft schrumpft, befindet sich die Entertainment-Branche, besonders im Bereich Anime und Manga, auf dem Vormarsch. Woran liegt das?

In den vergangenen Monaten war die Wirtschaft aufgrund des Corona-Virus in Deutschland zeitweise auf Talfahrt. Wegen der Restriktionen gab es in vielen Bereichen einen wirtschaftlichen Abschwung – und das übrigens auch in Japan, dem Land der Animes und Mangas. Aber betreffen die schlechten Nachrichten wirklich alle Bereiche? Wie sieht es zum Beispiel beim Thema Entertainment aus? Wir werfen einen Blick auf Mangas, Animes und Games und klären die Frage, ob man als Fan japanischer Zeichentrickserien optimistisch in die Zukunft schauen kann.

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Schwierige Lage

Zunächst die knallharten Fakten: Aufgrund der weltweiten Situation ist die deutsche Wirtschaft im zweiten Quartal 2020 (also zwischen April und Juni) um ganze 10,1 Prozent geschrumpft – laut der Tagesschau ist das der größte Einbruch seit rund 50 Jahren. Es gibt aber auch gute Nachrichten: Da in den vergangenen Monaten die Corona-Maßnahmen gelockert wurden, zeigen sich bereits erste Anzeichen einer wirtschaftlichen Erholung. Die Unternehmen investieren wieder mehr und die Verbraucher werden ebenfalls optimistischer – und kaufen daher wieder vermehrt ein. In Japan sind die Zahlen ähnlich: Hier schrumpfte die Wirtschaft sogar um ganze 29,1 Prozent im ersten Halbjahr 2020.

Entertainment boomt

Ein Bereich der Wirtschaft ist aber sowohl in Japan als auch in Deutschland deutlich weniger von der aktuellen Lage betroffen: nämlich die Entertainment-Industrie. Egal ob Videospiele, Manga und Animes oder Glücksspiel im Netz – die Menschen in aller Welt schreien in der aktuellen Zeit gerade so nach Unterhaltung! Infolgedessen sind zum Beispiel die Verkäufe von Videospielen auf dem gesamten Globus dramatisch gestiegen. Insbesondere die Nintendo Switch, die immerhin das Zuhause für eine große Zahl an Anime-basierten Spielen ist, konnte sich im Jahr 2020 so gut verkaufen wie noch nie zuvor; besonders in Japan übrigens. Für Mangas gilt dasselbe: Die Branche boomt, da die Kunden in Zeiten von weniger sozialem Kontakt Unterhaltung suchen. Besonders große Manga-Serien wie One Piece konnten profitieren. Einziger Nachteil: Aktuell drängeln die Kunden sich in weniger großer Zahl in den Läden. Dennoch ist die Branche auf Wachstumskurs.

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Hochkonjunktur: Warum die Wirtschaft schrumpft - aber Entertainment und Anime wachsen!
Auch der One Piece-Manga profitiert von der aktuellen Corona-Krise
© Toei Animation / Eiichiro Oda

Während Mangas in Japan noch populärer sind als bei uns, wächst hierzulande dafür die Internet-Glücksspielbranche stark. Online-Casinos in Deutschland sind äußerst beliebt und erwirtschaften dank Technologien wie dem Live-Casino, wobei die Spieler per Webcam mit echten Kartendealern und Mitspielern zocken, inzwischen mehr als eine Milliarde Euro Umsatz jährlich. Und in Zeiten, in denen die Menschen öfter mal Zuhause bleiben, sind derartige Angebote natürlich noch beliebter als sonst.

Und ein letztes Beispiel: Animes! Jeder Anime-Fan kann nachvollziehen, dass One Piece, Naruto, Sword Art Online, dessen Kinofilm übrigens seit September auf Netflix zu sehen ist, und Attack on Titan aktuell extrem populär sind. Der Anime-Streamingdienst Crunychroll zum Beispiel freut sich schon seit Jahren über steigende Abonnentenzahlen. Und im Jahr 2020 ist die Anzahl der Fans des Internet-Senders noch weiter gestiegen! Mit Sicherheit unter anderem auch aufgrund der aktuellen weltweiten Situation.

Kann man als Anime-Fan also positiv in die Zukunft blicken, trotz der aktuellen Lage? Klare Antwort: Ja! Kaum eine Industrie ist in den vergangenen Monaten so stark gewachsen wie die Entertainment-Sparte, immerhin wollen die Menschen immer mehr gute Unterhaltung genießen. Das bedeutet für alle Otakus da draußen: Für Nachschub an spannenden Storys und Serien ist gesorgt! Gute Nachrichten also für Fans der japanischen Kultur.

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Seit 2018 schreibe ich als Redakteur bei shonakid.de. Bei Fragen und Anregungen kontaktiert mich auf Twitter via @the_tobson

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