Die besten Casino-Animes

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Auch in Animes tritt das Thema „Casino“ regelmäßig auf. Einige Serien und Filme darüber sind sogar relativ beliebt.

Schatzsucher mit Gummiknochen, Schwertkämpfer, die gegen Dämonen und menschliche Bösewichte kämpfen, freundliche Geister und gefährliche Aliens: Die Anime-Welt ist kunterbunt, vielfältig und bei aller Neigung zu gelegentlicher Brutalität überraschend mitfühlend. Kein Wunder, dass die ursprünglich aus Japan stammenden, handgezeichneten Zeichentrickserien inzwischen auch in Deutschland längst raus aus dem Nischendasein ist. Streaming-Dienste wie Netflix, Amazon Prime Video und Crunchyroll weiten das Angebot an Filmen ständig aus, und in keinem anderen Land werden Anime so häufig synchronisiert.

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Das berühmteste Anime-Studio ist und bleibt das japanische Studio Ghibli, das mittlerweile Kultstatus besitzt. Preisgekrönte Filme wie „Mein Nachbar Totoro“, in dem sich zwei Kinder mit einem riesigen Geist anfreunden, und „Prinzessin Mononoke“, in dem ein von Wölfen aufgezogenes Mädchen zur Beschützerin des aus Profitgier von Zerstörung bedrohten Waldes und des darin lebenden Naturgottes wird, gehören mittlerweile zu den Klassikern der Anime und werden in vielen Ländern regelmäßig im Fernsehen gezeigt.

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Auch Hollywood hat die Animewelt entdeckt. Live-Action-Verfilmungen wie der 2017 in die Kinos gekommene Film „Ghost in the Shell“ mit Scarlett Johannson und „Alita: Battle Angel“ von 2018 haben versucht, die Science-Fiction-Welt der Animeserien, aus denen sie entstanden sind, als großes Kino umzusetzen. Die Ergebnisse waren allerdings gemischt.

Aber auch außerhalb der von Dämonen, Zauberern, Cyborgs und Superhelden bewohnten Welten sind Anime angesiedelt. Zu den Charakteren, die immer häufiger auftauchen, sind Figuren, die in anderen Filmgenres, vor allem aber auch in der echten Welt, als cool und spannend gelten. Dazu gehören auch Zocker, die beim Pokern, Würfeln oder bei anderen Spielen im Casino alles auf eine Karte oder einen Wurf setzen. Einer der besten Spielercharaktere in Anime ist der Titelheld von „Kaiji: Ultimate Survivor“. Kaiji, der aus Gutmütigkeit für einen Bekannten eine Bürgschaft unterschrieben hat, steht deshalb plötzlich vor einem Schuldenberg. Ein Eintreiber steht vor seiner Tür, und das Abstottern würde elf Jahre lang dauern. Aber Kaiji hat eine Alternative: Bei einem Zockerturnier auf einem Schiff könnte er sich von seinen Schulden freispielen. Doch statt um das normale „Schere, Stein, Papier“ handelt es sich hier um eine Version mit veränderten Regeln, und das Verlieren kann tödlich sein, für Kaiji und für andere verzweifelte Seelen.

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In der Welt des Glücksspiels ist auch die preisgekrönte Serie „Die Legende des Spielers: Tetsuya“ angesiedelt, die zuerst von 1997 bis 2005 als wöchentlich in einem Magazin abgedruckter Manga erschienen war, ehe sie in eine Fernsehserie mit 20 Folgen umgewandelt wurde. Die Geschichte spielt 1947 in einer Stadt, in der die Menschen veramt sind und kaum jemand Geld für Essen und andere Lebensnotwendigkeiten hat. Der Titelheld Tetsuya benutzt seine Talente im Mahjjong, um sich über Wasser zu halten, bis er auf einen Gegner trifft, der ihm klarmacht, dass er nichts als ein Anfänger ist.

Die meisten Anime oder die als Serienromane veröffentlichten Manga, aus denen die erfolgreichsten Filme hervorgehen, werden über Jahre oder gar Jahrzehnte veröffentlicht. Für die Fangemeinde ist es ein harter Schlag, wenn eine Serie ihr Ende findet. Im Jahr 2018 war das nach 26 Jahren der Fall für Nobuyuki Fukimotos Manga „Akagi – Zami ni Oritatt Tensai“. Akagis Geschichte beginnt, als er einer stürmischen Nacht bei einem Mahbob-Spiel zwischen Nango und einem Yakuza auftaucht, Nango ist dabei, gegen den Unterweltler zu verlieren und dafür mit seinem Leben zu bezahlen – bis der jugendliche Akagi anbietet, an Nangos Stelle zu treten. „Akagi“ wurde 2005 als Anime fürs Fernsehen adaptiert. Eine Live-Action-Verfilmung existiert seit dem Jahr 2015.

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So beliebt die auf einer Mischung aus Realität und Fantasie basierten Glücksspieler als Charaktere sind, den Fantasy-Anime können sie dennoch zumindest noch nicht den Rang ablaufen.

Als eines der besten Animes aller Zeiten gilt „Death Note“ aus dem Jahr 2006, in der der Schüler Light Yagami ein Notizbuch mit scheinbar magischen Kräften  entdeckt. Jeder Mensch, dessen Name in das Buch geschrieben wird, stirbt. Der clevere, idealistische Light nutzt diese Erkenntnis, um eine Liste der schlimmsten Verbrecher des Landes zu notieren, wird aber schon bald vom Todesgott Ryuk auf Schritt und Tritt verfolgt. Auch ein Detektiv ist Light rasch auf den Spuren.

In „Attack auf Titan“ existiert eine kleine Bastion mit Menschen, die einen Angriff von Titanen auf die Erde überlebt haben. Doch ihre Zuflucht wird allzu bald attackiert. Ihre letzte Hoffnung ist der junge Eren, der sich nach diversen Ereignissen selbst in einen Titanen verwandelt hat und den Angreifern als einziger gewachsen ist. Zu den Dauerbrennern gehört der Superhit „One Piece“, der seit 1999 ungezählte Fans in seinen Bann geschlagen hat. Der junge Pirat Monkey D. Ruffy hat sich nach dem Kosten einer sogenannten Teufelsfrucht in einen Gummimenschen verwandelt, der nicht nur absolut flexibel, sondern auch kraftvoll ist. Mit seiner schrillen Piratenbande macht er sich auf die Suche nach dem sagenumwobenen Schatz „One Piece“, dessen Besitzer zum nächsten Piratenkönig gekrönt wird. Mehr als 960 Folgen der Serie sind mittlerweile erschienen. Laut der Publikation „Business Insider“ lag „One Piece“ im Jahr 2016 als populärste Anime auf Platz 14 der weltweit beliebtesten TV-Serien.

„Dragon Ball Z“ ist die Fortsetzung von „Dragon Ball“ mit einem mittlerweile erwachsenen und zum Familienvater gewordenen Son-Goku. Weil er als Kleinkind sein Gedächtnis verloren hatte, kommt es als Überraschung,  dass er eigentlich einem brutalen, außerirdischen Kriegervolk angehört, welches ganze Bevölkerungen auslöscht. Doch Superheld Son-Goku tritt in bester Martial-Arts-Manier mit Freunden und seiner Familie zur Verteidigung der Erde an.

Neue Hits ergänzen ständig die liebevoll gezeichnete Anime-Welt, ob sie nun düster, schrill oder wie bei Studio Ghibli sogar romantisch ausfallen. Kein Wunder, dass sie überall Bildschirme und Herzen erobern.

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Seit 2018 schreibe ich als Redakteur bei shonakid.de. Bei Fragen und Anregungen kontaktiert mich auf Twitter via @the_tobson

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